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Aus dem Krankenhaus, auf die Berge

Simon am Lagerfeuer
Das sich unser Leben so schnell, so zum Guten verändern würde, hatten wir vor ein paar Jahren im Krankenhaus mit Sicherheit nicht gedacht.

Nachdem wir beim Huskyprojekt neue Kraft und neue Träume geerntet hatten und auch im Sommer schon in Schweden einige Erfahrung in Sachen Outdoorkunde von Jochen erlernt hatten, fassten wir Anfang diesen Jahres den Entschluss, „ Jetzt wollen wir auch alleine in den Norden!“. Getreu dem Motto „Träume leben“, machten wir uns Ende Januar an die Planung unserer Schwedentour.
Wir hatten uns vorgenommen, den südlichen Kungsleden in Schweden, von Sälen nach Grövelsjön ( ca. 175 Km), zu laufen.Simon am Lagerfeuer-
Der Flug nach Stockholm war schnell gebucht und auch die Zugverbindungen von Stockholm zum Startpunkt Sälen waren via Internet schnell gefunden. Ausrüstungslisten wurden erstellt, die letzte Ausrüstung gekauft, viele Bücher über das Wandern und Schweden gewälzt und Tageswanderungen zur Probe wurden unternommen.
Was im Januar noch so weit entfernt schien, wurde nun Wirklichkeit. „Up to the north“ hieß es am frühen Morgen des 5.07.2008. Wir bestiegen in Düsseldorf das Flugzeug nach Stockholm. Nach einer längeren Bus- und Zugreise, kamen wir abends auch endlich in Sälen an. Das Abenteuer begann und wir begaben uns direkt auf den Kungsleden (Königspfad).
auf dem südlichen Kungsleden in Schweden von Sälen nach Grövelsjön -
Der Wettergott war uns in den ersten Tagen nicht hold und erschwerte uns den Weg über den überschwemmten Trail. Nach ein paar Regentagen war das Wetter aber weitestgehend gut und auf dem Fjäll (Gebirge) war der Trail auch wieder in Ordnung, im Wald jedoch nicht.
Bei wunderschönen Sonnenuntergängen durften wir auf dem Gebirge, dem Himmel ganz nah, die Natur erleben.
In den kalten Flüssen und Seen, die uns unser Trinken gaben, unsere Körper und unsere wiedergewonnene Kraft spüren.
Wir können nun auf unsere Vergangenheit zurückblicken, ein wunderbares Huskyprojekt liegt hinter uns, das uns all die Kraft und die Energie für diese Tour und auch alle weiteren, sowie für unser „neues“ Leben gegeben hat. Aber auch liegt die Krankheit und die Zeit im Krankenhaus hinter uns. Wir kamen von ganz unten und stehen nun auf den Bergen dieser Welt.
Wir wünschen allen Projektteilnehmern, Organisatoren, Sponsoren und allen anderen, dass auch sie ihre Träume leben können.

„Und doch gibt es,
nur eine große Sache,
die einzige: Leben
in der Hütte
und auf Reisen
zu sehen,
wie der große Tag heraufzieht
und das Licht, dass die Welt erfüllt“
(Inuitsprichwort)


Hej da!

Manuel und Simon

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