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Auf Tour

Von Heidelberg in den schwedischen Winter - Karsten berichtet von seinem Huskyprojekt

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Mit ihm sind wir  dann gleich zum Biologen Berthold gefahren, der in Münster wohnt. Dort haben wir übernachtet und sind dann  gleich nach Kiel gefahren. Da Jochen mit seiner Freundin, Birga, und den Hunden schon in Schweden war.

Von Kiel aus haben wir, um 13 Uhr, die 21stündige Fahrt über den Ozean mit einem 15 stöckigen Luxusschiff angetreten. Das Schiff bot immer wieder Überraschungen, z. B. ein Schwimmbad, ein Fitnessraum und eine Einkaufstraße. Als wir dann um 10 Uhr in  Oslo eingelaufen waren, sind wir nach einer knapp 4stündigen erlebnisreichen  Fahrt mit dem Auto endlich in Särna angekommen. Die Fahrt war deshalb erlebnisreich, weil unser Auto aufgrund einer eisigen Straße stark ins Schlittern kam. Um Haaresbreite hätten wir einen Elch niedergefahren (knapp 15 Meter vor uns ist er über die Straße gerannt).
 
Als wir also in Särna ankamen, sind wir mit Jochens Motorschlitten  zum Haus gefahren. Wir zogen uns zuvor auf einem Rentierfell warme Kleider an, da es zwischenzeitlich sehr kalt war. Wir begrüßten Birga und  die Hunde.. Danach haben  wir Kaffe und Kuchen gegessen und sind dann nach einem guten Abendessen ins Bett gegangen.


Dritter bis sechster Tag


An diesen Tagen sind wir mit den Hunden Hundeschlitten gefahren. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Die Hunde sind schon nervös wenn sie sehen, dass die anderen Hunde an den Schlitten gespannt werden. Wenn dann alle endlich an die Schlitten gespannt sind ist das ein einziges Gejaule und Gebelle. Scara, der Haushund, der schon zu alt war, um Schlitten zu ziehen, hat auch immer mitgebellt. An einem Schlitten waren immer fünf Hunde,
insgesamt hatten wir drei Schlitten.
Wenn dann der Schlitten anfährt, ist  auf einmal alles leise. Dann hört man nur noch ab und zu ein kurzes Schnaufen der Hunde.
Die Hunde heißen: Barley, Joffe, Wanja, Fjell, Foss, Kazu, Jack, Bico, Torge, Lasse; Sitka, Hilli, Lille und Skara.

Unser Tagesablauf war im Grunde fast immer gleich: Zuerst sind wir aufgestanden, haben uns angezogen und sind raus zu den Hunden gegangen. Dort haben wir sie erst einmal herumspringen lassen, wobei wir mit ihnen gespielt haben. Danach sind wir ins Haus gegangen,wo wir gefrühstückt haben. Nach dem Frühstück sind wir gegen 11- 12 Uhr raus und haben die Hunde in die Schlitten gespannt und sind von da an bis ca. 15 Uhr Schlitten gefahren. Die Zeit verging wie im Flug.

Als wir wieder am Haus ankamen, haben wir Kaffe getrunken und Kuchen gegessen und haben danach den Hunden ein Leckerli gegeben (Wurst). Wir haben dann das Essen zubereitet und zu Abend gegessen. Zum Schluss noch Uno gespielt und sind müde ins Bett gehen. Am vierten Tag gab es etwas sehr gutes zum Essen, nämlich Rentierfleisch.


Siebter Tag

An diesem Tag sind wir Angeln gegangen.
Nachdem wir gefrühstückt hatten, sind wir um 10 Uhr los. Wir fuhren mit dem Motorschlitten zu einem See, der ca. eine halbe Stunde entfernt lag. Dort mussten wir erst einmal auf dem See, mit einer Schaufel, ein Loch in den Schnee graben, dann, mit einem großen Handbohrer, ein Loch in das 50 cm dicke Eis bohren. Durch das, ca. 10 cm breite Loch, hingen wir unsere Angel und warteten, bis ein Fisch anbiss.

Um 1 Uhr wollten wir dann gehen (die Zeit verging wieder wie im Flug), leider hatten wir bis dahin noch nichts gefangen. Zum Glück hatte aber Jochen in weiser Voraussicht ein paar Fische gekauft, die es dann am Tag darauf gab. Heute gab es noch Chinesisch!


Achter Tag

Heute badeten wir im Hot Pot, einer Badewanne für 6 Personen, sie steht im Freien, hat einen Schornstein und wird durch ein Holzfeuer beheizt.
Darin badeten wir alle über zwei Stunden lang, da es jedem von uns draußen zu kalt war. Unsere Mützen hatten wir die ganze Zeit auf. Das Wasser war ca. 40 Grad warm.

Am Abend, kurz nach 19 Uhr, mussten wir überstürzt aufbrechen, nachdem wir unsere Sachen gepackt und wir uns verabschiedet hatten (auch von den Hunden). Der Grund war,
dass der Wetterbericht einen Schneesturm vorhersagte.
Also sind wir gegen 21 Uhr schon auf dem Weg nach Oslo gewesen, wo wir dann in einem Kloster, bei Bertholds Bruder übernachtet hatten.

Später erfuhren wir, dass wir in Särna festgesteckt hätten, wären wir später gefahren. In der Nacht hatte es 25 cm geschneit und unsere Blockhütten waren 10-15 km von einer befestigten Straße entfernt.


Neunter und zehnter Tag


Nach dem Aufstehen und einem gemütlichen Frühstück im Kloster, waren wir um 13 Uhr auf der Fähre.

Die Heimreise von Kiel bis nach Hause fuhren wir fast ohne Pausen durch. Gegen 21 Uhr trafen wir todmüde von der langen Fahrt zuhause ein und fielen in unsere Betten.

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